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Mitten in Wien: Beratung zu Pflege und Betreuung & Inkontinenz – 24. bis 28. Juni im Westfield Donau Zentrum. Mehr Infos.

Die Ergebnisse

In den Arbeitsgruppen sind viele gute Ideen entstanden. Einige wurden zur Umsetzung ausgewählt. Hier sind die Ideen, die schon umgesetzt wurden:

  • Thema Inklusives Zusammenleben: „Lebe Bunt!“
  • Thema Gewalt: Peer-Streitschlichter:innen und Agentur Sonnenklar

Inklusive Wohngemeinschaft „Lebe Bunt!“

Bewohner:innen und Betreuer:innen einer inklusiven Wohngemeinschaft

Inklusive Wohngemeinschaft „Lebe Bunt!“

Menschen mit Behinderungen leben oft in Wohngemeinschaften mit Menschen zusammen, die eine ähnliche Behinderung haben. Nicht alle möchten das. So entstand die Idee für eine inklusive Wohngemeinschaft. Hier wohnen Menschen mit Behinderung zusammen mit Menschen ohne Behinderung.

2018 wurde die Inklusive Wohngemeinschaft „Lebe Bunt!“ eröffnet. Sie wird vom Verein Integration Wien betrieben.

  • Es gibt Platz für 8 Bewohner:innen.
  • Alle Bewohner:innen haben ein eigenes Zimmer.
  • Menschen mit Behinderung werden vom FSW im Form des Teilbetreuten Wohnens gefördert.
  • Man kann das gemeinsame Wohnen auch für eine halbes Jahr ausprobieren.

Mehr erfahren Sie auf der Internet-Seite https://lebebunt.mystrikingly.com/.

Ausbildung Peer-Streitschlichtung (2018 – 2019)

Teilnehmer:innen der Ausbildung Peer-Streitschlichtung mit Vertreter:innen des Fonds Soziales Wien und des AWZ Soziales Wien.

Manchmal gibt es in Einrichtungen der Behindertenhilfe Streit. Einen Streit zwischen Menschen zu schlichten, ist schwierig. Dafür braucht man viel Wissen und Übung. So entstand die Idee einer speziellen Ausbildung.

2018 startete der Lehrgang zum/zur Peer-Streitschlichter:in am Fonds Soziales Wien Bildungszentrum (vormals AWZ Soziales Wien). „Peers“ ist ein englisches Wort und bedeutet gleich-gestellt. Menschen mit Behinderung haben an der Entwicklung der Ausbildung mitgearbeitet.

Der Lehrgang richtete sich an Personen mit Behinderung, die ihre kommunikativen Fähigkeiten verbessern wollten, um andere bei Streitigkeiten zu unterstützen.

Die Ausbildung dauerte 16 Monaten und beinhaltete 80 Stunden Praktikum. Jede:r Teilnehmer:in schrieb eine Abschlussarbeit. 10 Peer-Streitschlichter:innen schlossen den Lehrgang erfolgreich ab.

Agentur Sonnenklar & Drehscheibe Peer-Streitschlichtung (seit 2019)

Das Team der Agentur Sonnenklar setzt sich für Gewaltprävention in Einrichtungen ein.

Menschen mit Behinderung erleben öfter Gewalt als Menschen ohne Behinderung. Zum Beispiel in Wohn-Einrichtungen oder Tages-Strukturen. Menschen mit Behinderung können manchmal nicht mitbestimmen. Sie können nicht immer selbst entscheiden. Das nennt man institutionelle Gewalt.

Bei Wiener Wege zur Inklusion entstand die Idee für die Agentur Sonnenklar. Sie hilft Menschen mit Behinderung, mehr über institutionelle Gewalt zu lernen.

  • Die Agentur führt Workshops in Einrichtungen der Tages-Struktur durch.
  • Die Peer-Streitschlichter:innen arbeiten mit.
  • Leiter:innen, Mitarbeiter:innen und Kund:innen nehmen gemeinsam an den Workshops teil.
  • Die Agentur hat auch eine Internet-Seite mit vielen Informationen und Lernkarten gemacht.
  • Wegen Corona finden die Workshops seit 2020 auch im Internet statt.

Es wurde auch eine Drehscheibe für Peer-Streitschlichtung eingerichtet. KundInnen können sich direkt an die Drehscheibe wenden und Unterstützung bei Konflikten bekommen.

Mehr erfahren Sie auf der Internet-Seite https://www.agentur-sonnenklar.at/

Hier können Sie einen Bericht über 4 Jahre erfolgreiche Arbeit der "Agentur Sonnenklar - Drehscheibe Peer-Streitschlichtung" nachlesen: PDF herunterladen

Zwei Vorschläge wurden noch nicht umgesetzt:

  • Öffentlicher Verkehr: Buddy-App
  • Tages-Struktur: Zentrum der Möglichkeiten

Buddy-App

Oft brauchen Menschen mit Behinderung Unterstützung, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Sie wollen zum Beispiel wissen: Wie komme ich zum richtigen Bahnsteig? Wo kann ich barrierefrei einsteigen?

Hier soll die Buddy-App helfen, die man mit dem Smartphone benutzen kann. Buddy ist das englische Wort für Kamerad oder Kameradin. Die Smartphone-App vernetzt Menschen mit Behinderung mit freiwilligen Buddys, die sie in den öffentlichen Verkehrsmitteln begleiten.

Der FSW hat schon viele Vorbereitungen für die Buddy App getroffen. Wegen Corona verzögert sich die Umsetzung.

Zentrum der Möglichkeiten

Viele Menschen mit Behinderung nutzen das Angebot von Tages-Strukturen. Es wurden viele Vorschläge gesammelt, wie man die Tages-Struktur verbessern kann.

Eine Idee war ein „Zentrum der Möglichkeiten“ zu schaffen. Dieses Zentrum soll ein Ort sein, wo man Neues ausprobieren kann. Diese Idee wurde geprüft und es hat sich gezeigt, dass sie nicht umsetzbar ist.

Der FSW sucht weiter nach anderen Lösungen und Ideen, wie die Tages-Struktur anders und besser werden kann. Er wird in nächster Zeit gemeinsam mit KundInnen und Partnerorganisationen weiter daran arbeiten.