Zusätzliche Schlafplätze geschaffen

Die klirrende Kälte hat Wien fest im Griff. Darum hat der Fonds Soziales Wien weitere Nachtquartiers-Plätze für obdachlose Menschen geschaffen. 1.275 Schlafstellen stehen aktuell  zur Verfügung.

Die aktuelle Kältewelle macht vor allem Menschen zu schaffen, die auf der Straße leben. Die Wiener Notschlafstellen wurden bereits am Wochenende verstärkt in Anspruch genommen. Jetzt hat der Fonds Soziales Wien (FSW) die Plätze im Rahmen des laufenden Winterpakets aufgestockt, um drohende Engpässe zu vermeiden.

„Wir sind schon gut ausgelastet“, berichtete der Leiter der Wohnungslosenhilfe im FSW, Kurt Gutlederer. Die Zahl der Notschlafplätze wurde aktuell um 45 erhöht. Damit stehen insgesamt 1.275 Plätze zur Verfügung. Die Auslastung in den vergangenen Tagen betrug 95 Prozent. „Sollte sich der Bedarf in den nächsten Tagen weiter erhöhen, werden wir entsprechend reagieren.“  

Mehr Plätze auch tagsüber

Damit sich die Menschen  tagsüber aufwärmen können, gibt es 160 Plätze in insgesamt drei Wärmestuben, die das Angebot der ganzjährig bestehenden Tageszentren in der kalten Jahreszeit ergänzen:

Wärmestuben im Winter (PDF)

Ganzjährige Tageszentren (PDF)

Wer einen Schlafplatz benötigt, kann sich tagsüber an eine der folgenden Stellen oder die Tageszentren wenden: 

- P7 – Wiener Service für Wohnungslose (4., Wiedner Gürtel 10)

- Sozial- und Rückkehrberatung für EU-BürgerInnen (10., Triester Straße 33, 2. Stock)

Über das FSW-Winterpaket:

Das Winterpaket der Wiener Wohnungslosenhilfe ist eine Maßnahme der Stadt Wien, die obdachlosen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Sozialanspruch einen Schlafplatz in der kalten Jahreszeit zur Verfügung stellt. Finanziert und organisiert wird es vom Fonds Soziales Wien. Das Winterpaket wird gemeinsam mit Obdach Wien, dem Wiener Roten Kreuz, Caritas, Samariterbund Wien, Volkshilfe Wien, den Johannitern und der St. Elisabeth Stiftung umgesetzt. Insgesamt nutzten bis 31.1.2018 rund 2370 unterschiedliche Personen ein Nachtquartierangebot.