Menschen mit Behinderung in ihren Rechten stärken

Mit dem jährlichen Wiener Selbstvertretungs-Tag fördert der FSW die Mitsprache von Menschen mit Behinderung. 

Der dritte Wiener Selbstvertretungs-Tag am 6. Mai wurde von Sozialstadtrat Peter Hacker und FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer eröffnet. „Das diesjährige Motto ‚Wir bestimmen selbst!‘ soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stärken, für ihre Rechte einzutreten und von ihnen auch Gebrauch zu machen“, so Hacker. „Der Selbstvertretungs-Tag ist mittlerweile ein Fixpunkt in unserer Arbeit mit und für Menschen mit Behinderungen. Der Tag bietet viel Platz und Raum für einen Austausch zwischen Menschen mit Behinderung und FSW-MitarbeiterInnen. Gemeinsames Ziel ist es, die Rechte einzelner zu stärken und das Miteinander zu fördern“, bekräftigte Anita Bauer.

Neue Aspekte der Selbst- und Mitbestimmung

In Arbeitsgruppen lernten die VertreterInnen aus Tagesstruktur- und Wohneinrichtungen neue Aspekte der Selbst- und Mitbestimmung kennen. In der Gruppe „Gemeinsam Regeln machen“ erprobten sie, wie Entscheidungen einvernehmlich zustande kommen können. Ein weiteres Thema war Peer-Unterstützung unter Menschen mit Behinderung. In der Arbeitsgruppe „Meine Rechte! Meine Pflichten!“ lernten die TeilnehmerInnen, mit Informationsbroschüren zu arbeiten und Wissen weiterzugeben.

Der gesamte Tag wurde entsprechend den Regeln der leichten Sprache und patizipativ gestaltet. ExpertInnen in eigener Sache hatten den Tag gemeinsam mit dem FSW geplant. SelbstvertreterInnen übernahmen die Moderation, gestalteten das Rahmenprogramm und leiteten Arbeitsgruppen. Dabei wurden sie von FSW-MitarbeiterInnen und externen Personen unterstützt.

Robert Bacher, Leiter des Fachbereichs Behindertenarbeit im FSW, erklärte: „Der Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden ist für unsere Arbeit enorm wichtig. Die Ergebnisse des Tages fließen in unsere Arbeit mit ein und sollen dazu beitragen, unsere Angebote für Menschen mit Behinderungen weiter zu entwickeln und auszubauen.“