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FSW veröffentlicht Bericht zum Schmerzmanagement

Speziell in der älteren Bevölkerung stellt Schmerz ein häufiges Problem dar. In einem neuen Bericht wird das Schmerzmanagement in Einrichtungen mit ärztlicher Rund-um-die-Uhr-Betreuung näher betrachtet.

2017 wurden zum dritten Mal KundInnen des Fonds Soziales Wien (FSW) in stationären Pflegeeinrichtungen befragt, unter anderem auch BewohnerInnen von Pflegehäusern mit ärztlicher Betreuung. 34 % dieser KundInnen gaben an, immer oder oft Schmerzen zu haben. Ein Drittel der KundInnen gab an, manchmal an Schmerzen zu leiden, ein weiteres Drittel leidet selten bzw. nie an Schmerzen.

Es handelt sich dabei um Menschen mit komplexer chronischer Erkrankung mit intensivem medizinischem Betreuungsaufwand rund um die Uhr. Spezielle Bedarfslagen wie demenzielle Erkrankungen, Wachkoma und Langzeitbeatmung werden mit einem erweiterten Leistungsbereich ebenfalls abgedeckt.

Derzeit bieten zwei Träger diese Leistungen an: „Haus der Barmherzigkeit“ und der Wiener Krankenanstaltenverbund. Die Wohn- und Pflegeeinrichtungen dieser Träger zeichnen sich durch angestelltes ärztliches Personal, das rund um die Uhr zur Verfügung steht, sowie durch bedarfsgerechten Einsatz von Pflegepersonal und TherapeutInnen aus. 2018 wurden insgesamt 4.790 KundInnen in diesem Leistungsspektrum betreut.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor für wirkungsvolles Schmerzmanagement

Der Bericht beschreibt das Schmerzmanagement der Pflegeeinrichtungen in der Gesamtheit: Von den Instrumenten zur Erhebung und Dokumentation über die Pharmakologie bis hin zu nicht-medikamentösen therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen wird das Gesamtkonzept betrachtet. Als einer der größten Erfolgsfaktoren für ein wirkungsvolles Schmerzmanagement wird von beiden Trägern die interdisziplinäre Zusammenarbeit beschrieben. Doch auch die intensive Zusammenarbeit während der Erstellung des Schmerzberichts brachte positive Effekte mit sich, weiß Mona Badilla, Fachbereichsleiterin Pflege des FSW: „Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch zwischen den anerkannten Einrichtungen war ein sehr bereichernder Prozess. Er macht sichtbar, dass professionelles Schmerzmanagement in der Praxis immense Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen hat.“

18.2.2020