Wohnungslosenhilfe zieht positive Winter-Bilanz

Rund 3.000 Personen nutzten das Winterpaket der Wiener Wohnungslosenhilfe

"In Wien ist kein Platz für soziale Kälte. Niemand soll im Winter im Freien schlafen müssen und damit seine Gesundheit gefährden. Durch die vorbildliche und immer routiniertere Zusammenarbeit der städtischen Einrichtungen gemeinsam mit den Hilfsorganisationen ist es uns im vergangenen Winter gelungen, vielen obdachlosen Menschen zu helfen und vor dem Erfrieren zu schützen“, betonte Sozialstadtrat Peter Hacker und zog damit eine positive Bilanz über das abgelaufene Winterpaket der Stadt Wien.

Geplant, organisiert und finanziert wurde das Winterpaket vom Fonds Soziales Wien. Es wurde gemeinsam mit der Obdach Wien, der Caritas der Erzdiözese Wien, dem Wiener Roten Kreuz, dem Samariterbund Wien, der Volkshilfe Wien, den Johannitern und der St. Elisabeth Stiftung umgesetzt. 900 zusätzliche Schlafplätze ergänzten rund 150 Nachtquartiersplätze und 300 Plätze in den neuen Chancenhäusern, die ganzjährig zur Verfügung stehen.  So standen von Ende Oktober 2018 bis Ende 30. April 2019 insgesamt 1.400 Schlafplätze und über 700 Plätze in bestehenden Tageszentren und zusätzlich eingerichteten Wärmestuben bereit.

Das Angebot der Notquartiere wurde von 2.946 verschiedenen Personen genutzt, darunter 490 Frauen. Das sind nach einem vergleichsweise milden Winter etwas weniger als im Winter davor (3.287 Nutzerinnen). Die durchschnittliche Auslastung sank von ca. 80 Prozent im Vorjahr auf 71 Prozent, während die Auslastung an besonders kalten Tagen vor allem im Jänner mit etwas über 90 Prozent annähernd gleich blieb.  

Notversorgung und langfristige Perspektiven

„Am Beispiel der gemeinsamen Anstrengungen in der Wohnungslosenhilfe zeigt sich die große Stärke der Stadt Wien und ihrer Sozialpolitik. Denn im Vergleich mit europäischen Großstädten ist es nicht selbstverständlich, dass obdach- und wohnungslose Menschen im Winter ein Dach über dem Kopf haben“, so die FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer. Obdachlose Menschen erhielten unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Sozialanspruch nicht nur einen Schlafplatz, sondern auch einen geschützten Rahmen und Beratung. "Unser Ziel ist nicht nur eine Notversorgung wenn es kalt ist, sondern eine langfristige Perspektive mit den Menschen zu entwickeln, seien diese in Wien, in einem anderen Bundesland oder in ihrem ursprünglichen Herkunftsland“, so Bauer.  

Sozialsprecherin Ursula Berner von den Grünen Wien dankt allen Partnerorganisationen für ihren Einsatz im Rahmens des Winterpakets: „Ich bin glücklich in einer Stadt zu leben, der es ein Anliegen ist, dass niemand in der Kälte auf der Straße bleiben muss. Mein Dank gilt den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie den vielen ehrenamtlich Helfern.“

31. Mai 2019