Plattform Demenzstrategie für mehr Teilhabe an der Gesellschaft

Bei der zweiten Tagung der Plattform Demenzstrategie wurde intensiv diskutiert, wie ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft gelingen kann.

Unter dem Motto „Gut leben mit Demenz“ befasste sich die zweite Arbeitstagung der Plattform Demenzstrategie am 19. September im Wiener Rathaus mit gesellschaftlicher Teilhabe. Im Rahmen der Veranstaltung brachte der Fonds Soziales Wien (FSW) in Kooperation mit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) Betroffene, EntscheidungsträgerInnen und ExpertInnen zusammen.

Eröffnet wurde die Tagung von Stadtrat Peter Hacker, FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer und Manfred Pallinger vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK). (Im Bild unten v.l.n.r.)

Anita Bauer, Peter Hacker und Manfred Pallinger (Bild: FSW)

Demenzfreundliches Wien

In Wien setzt man mit dem Pilotprojekt „Integrierte Versorgung Demenz“, das der Psychosoziale Dienst (PSD) gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien und der Wiener Gebietskrankenkasse entwickelt hat, auf eine Vernetzung mit der Zivilgesellschaft und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Organisationen – von der frühzeitigen Diagnose bis hin zur Betreuung. Unter dem Titel "Demenzfreundliches Wien" führt die Stadt mit Dr.in Susanne Herbek als SeniorInnenbeauftragte Initiativen zusammen, die sich in Sachen Demenz engagieren.

Nationale und internationale Beispiele

Im Interview am Podium betonten Betroffene, wie wichtig es ist, dass mit ihnen - und nicht über sie - gesprochen wird. Zusätzliche Einblicke lieferte ein Vortrag über Modelle von „Vorbildländern“ wie Großbritannien, Schweden oder Finnland, in denen vor allem SelbstvertreterInnen und Selbsthilfegruppen eine wichtige Rolle spielen. Ebenso vorgestellt wurden Beispiele aus dem öffentlichen Leben in Österreich, etwa spezielle Polizeischulungen oder das ÖBB-Servicecenter für Betroffene und Angehörige. Als "Ideengenerator" fungierten zehn Mini-Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten - zum Austausch und als Inspiration für Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich. Zudem stellten die Bundesländer und verschiedene Initiativen konkrete Maßnahmen vor, die gesellschaftliche Inklusion vorantreiben.

Auch im FSW wird das Angebot stetig weiterentwickelt. Monika Badilla, Leiterin des Fachbereichs Pflege und Betreuung, betonte, dass neben den bewährten Pflege- und Betreuungsangeboten das Thema Demenz auch bei der Entwicklung neuer Leistungen im FSW ein maßgeblicher Faktor ist.

 Nächstes Jahr wird die dritte Arbeitstagung der Plattform Demenzstrategie in Tirol stattfinden. 

Arbeitsgruppen als "Ideengenerator" (Bild: FSW)


23.9.2019