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Corona: Stadt Wien verlängert Plätze in der Wohnungslosenhilfe

Die Notquartiere des Winterpakets hätten Ende April schließen sollen. Ein Großteil der zusätzlichen Plätze für Obdachlose wird pandemiebedingt weiter offengehalten.

Um Menschen ohne Obdach gut zu unterstützen, stellen die Stadt Wien, der Fonds Soziales Wien (FSW) und seine Kooperationspartner wie schon im Vorjahr ein zusätzliches Platzangebot für wohnungs- und obdachlose Menschen über das planmäßige Ende des Winterpakets der Wiener Wohnungslosenhilfe hinaus zur Verfügung.

„Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau und werden gegebenenfalls weitere Anpassungen vornehmen. So wollen wir auch in den bevorstehenden Monaten entsprechende Kapazitäten zur Verfügung haben, um die von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen in der Pandemie weiterhin gut unterstützen zu können. Erfahrungsgemäß geht die Auslastung mit den steigenden Temperaturen weiter zurück“, erklärt FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer.

Im Winterpaket, das vom FSW gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen organisiert wird, stehen seit Ende Oktober 2020 rund 900 zusätzliche Plätze zur Verfügung. Die Auslastung lag zuletzt konstant unter 90 Prozent. Nach aktuellen Planungen werden Quartiere mit rund 800 Plätzen für Männer, Frauen, Paare und auch Familien nach dem Ende des Winterpakets Ende April pandemiebedingt weitergeführt.

Alle Notquartiere im Winterpaket werden seit Start Ende Oktober in einem 24-Stunden-Betrieb geführt. So müssen die Betroffenen die Einrichtungen untertags nicht mehr verlassen. Dieser 24-Stunden-Betrieb hat sich in der Pandemie bewährt und wird auch in jenen Quartieren aufrechterhalten, die weiter offengehalten werden. Die im FSW verankerte Wiener Wohnungslosenhilfe bietet gemeinsam mit 30 Partnerorganisationen Beratung und Betreuung sowie passende Aufenthalts-, Schlaf- und Wohnplätze an.

"Wir lassen obdachlose Menschen in dieser besonders herausfordernden Corona-Zeit nicht allein und schauen auf sie. Deshalb halten wir in Wien ein breites Angebot an Notquartieren um weitere drei Monate offen“, so Sozialstadtrat Peter Hacker.

17.3.2021