​Ausgezeichnet: Wiener Kuchl erhielt SozialMarie 2018

Endlich eine eigene Wohnung, aber kein Geld für eine Küche? Ein Do-It-Yourself-Projekt auf Initiative von Obdach Wien löst das Problem. Dafür gab’s jetzt den 3. Preis bei der SozialMarie.

Wenn obdach- oder wohnungslose Menschen eine eigene Wohnung beziehen, fehlt es am Notwendigsten. Zum Beispiel am Geld für eine Küche. Abhilfe schafft jetzt die sogenannte Wiener Kuchl, die Betroffene gemeinsam mit dem Designer Klemens Schillinger und der Architektin Eldine Heep entwickelt haben - unterstützt vom Museum für angewandte Kunst und Hunger auf Kunst und Kultur im Rahmen der Projektschiene Kultur-Transfair (ermöglicht durch das mehrWERT Sponsoringprogramm der Erste Bank).

Die Materialien für die ebenso kompakte wie funktionale Kleinküche, die aus zwei Modulen besteht, sind in jedem Baumarkt erhältlich und kosten maximal 220 Euro. Die Spüle, mit der etwa Gemeindewohnungen standardmäßig ausgestattet werden, lässt sich darin integrieren. Die Materialien können mit einer Verleih-Rodel in den Öffis nach Hause transportiert werden. Außer einem Akkuschrauber braucht es für den Aufbau kein Werkzeug.

Bei der Jury der SozialMarie kam das Konzept bestens an: Als einziges österreichisches Projekt unter den insgesamt 249 Einreichungen kam die Wiener Kuchl mit dem 3. Preis aufs Stockerl. „Die Wiener Kuchl ist perfekt und umfassend der Realität von Menschen angepasst, die mit geringen Ressourcen in eine Gemeindewohnung ziehen. Jede Frage ist beantwortet: der einfache Zugang zu Material und Werkzeug, der flexible Nachbau, der leichte Austausch von Einzelteilen“, heißt es in der Begründung.

Zur APA-OTS-Aussendung  Wiener Kuchl mit Preis der SozialMarie 2018 ausgezeichnet