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20 Jahre Basale Förderklassen
Donnerstag, 21. Juni 2012
Es begann mit der Sorge um jene Kinder, die aufgrund ihrer Behinderungen und ihrer besonderen – auch medizinisch-pflegerischen Bedürfnisse keinen Platz in der Schule fanden. Im Juni 1992 erhielten die Wiener Sozialdienste den Auftrag, Basale Förderklassen in Kooperation mit dem Stadtschulrat einzuführen. In der Folge konnten bis heute 382 Kinder und Jugendliche mit mehrfacher schwerer Behinderung eine Schule besuchen und auf ihr weiteres Leben vorbereitet werden. Insgesamt werden heute 28 Klassen und 13 Nachmittagsgruppen an sieben Schulstandorten geführt. Die Nachmittagsbetreuung sowie die BetreuerInnen der Wiener Sozialdienste werden dabei vom FSW finanziert.
"Noch vor 25 Jahren wurde Kindern mit besonderen Bedürfnissen der Stempel ‚nicht bildungsfähig’ aufgedrückt und ihnen der Schulbesuch gesetzlich verboten", sprach Landesschulinspektor Gerhard Tuschel die Tatsachen der Vergangenheit an. "Jedes Kind hat das Recht und die Pflicht auf eine Schulausbildung. Vor 20 Jahren wurde mit den Basalen Förderklassen ein Meilenstein gelegt und ein Schulkonzept entwickelt, das mit höchster Qualität auf jeden Schüler und jede Schülerin individuell eingeht", zeigte sich Tuschel stolz über die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte.
Besonders groß war die Freude über den Ehrengast des Festes, Andreas Fröhlich, der als Begründer und Koryphäe im Bereich der Basalen Stimulation gilt. "Die Basalen Förderklassen in Wien sind international einzigartig. Alle Gäste hier auf diesem Fest wissen was das Wort basal bedeutet: Es geht um den Kern der uns alle verbindet und gleich macht, unabhängig von geistigen und körperlichen Fähigkeiten – die Menschlichkeit", brachte Fröhlich den Gedanken der Basalen Förderklassen und der Jubiläumsfeier auf den Punkt.
Zahlreiche VertreterInnen aus Politik und öffentlicher Verwaltung kamen um ihre Glückwünsche zu übermitteln und ihre Unterstützung zu zeigen, wie etwa Stadtrat Christian Oxonitsch, Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, Nationalratsabgeordnete und Präsidentin der Wiener Sozialdienste, Christine Lapp, die stellvertretende Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien, Anita Bauer mit Abteilungsleiterin Martina Plohovits, Bezirksschulinspektor Richard Felsleitner, Magistratsstellenleiter Robert Oppenauer, Landtagsabgeordnete Gabriele Mörk und viele andere mehr.
Die Festschrift "20 Jahre Basale Förderklassen" kann per E-Mail bei den Wiener Sozialdiensten bestellt werden: basalefoerderklassen@wiso.or.at.
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